Säure-Basen


© pixelio.de (Martin Müller)

Säuren sind an sich nichts Schlechtes. Ganz im Gegenteil! In unserem Körper erfüllen sie tagtäglich wichtige Funktionen. Im Magen beispielsweise sorgt die relativ stark konzentrierte Salzsäure für ein saures Milieu. Nur mit ihrer Hilfe können Nahrungsmittel verarbeitet und Krankheitserreger unschädlich gemacht werden. Auch unser Speichel ist leicht sauer, was die Voraussetzung dafür ist, dass verschiedene Enzyme im Mund ihrer Arbeit nachgehen können.

Aber auch bei der Umwandlung von Zicker und Fetten zu Energie entstehen permanent Säuren. Damit es dennoch nicht zu einer Übersäuerung (Azidose) kommt, ist es wichtig, dass auch ein Gegenspieler im ausreichenden Maße vertreten ist, der die Säuren in Schach halten kann. Dabei handelt es sich um die so genannten Basen.

Säure und Base (Alkali) bilden ein Gegensatzpaar, das aus der Chemie stammt. Flüssigkeiten werden entweder als sauer, neutral oder basisch eingestuft. Das hat nichts mit dem Geschmack zu tun, die jeweilige Zuordnung erfolgt gemäß der Wasserstoffionenanzahl, die in  der jeweiligen Flüssigkeit vorliegen. Da Säuren nur mit Hilfe von Basen neutralisiert werden können, benötigt unser Körper sie dringend. Doch während bei den Umbauprozessen unseres Stoffwechsels (Metabolismus) geradezu ständig Säuren entstehen, sind Basen regelrecht „Mangelware“. Sie müssen daher unbedingt über die Ernährung zugeführt werden. Der ideale Speiseplan sollte deshalb zu etwa 70 % aus basenbildenden und nur zu 30 % aus säurebildenden Nahrungsmitteln bestehen. Bei unseren Vor- und Urvorfahren war das auch noch der Fall, da sie sich hauptsächlich von reichlich Kartoffeln und Gemüse ernährten, welches hervorragende Basenbildner sind. Doch auf unserem Teller hingegen befinden sich meist säurebildende Lebensmittel, die das Prädikat „essenswert“ kaum noch verdienen. Das hat einerseits etwas mit der fortschreitenden Entmineralisierung unserer Böden zu tun, andererseits aber auch mit der konsequenten Denaturierung unserer Lebensmittel.


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