Augenlasern – wie unterscheiden sich die Behandlungen?
Begriffe wie „Vierauge“, „Brillenschlange“ oder „Nasenradler“ hat schon so mancher Brillenträger gehört – und sich vielleicht darüber geärgert. Dabei sind die Sehhilfen inzwischen längst keine Seltenheit mehr auf deutschen Nasen. Rund 67 Prozent der Erwachsenen sind zumindest gelegentlich im Alltag auf eine Brille angewiesen.
Wer das Gestell im Gesicht als störend empfindet, kann alternativ zu Kontaktlinsen greifen. Diese einzusetzen, bringt jedoch noch einmal ganz andere Herausforderungen mit sich. Insbesondere für Menschen, die kein ruhiges Händchen haben.
Klare Sicht ist bei einer bestehenden Fehlsichtigkeit jedoch auch ohne eine Sehhilfe möglich – mit einer Laserbehandlung.
Die Augen lasern – wann ist das sinnvoll?
Bei einer Augenlaserbehandlung handelt es sich um einen präzisen Eingriff, der auf eine Umformung der Hornhaut abzielt. Zwar ist deren Form nicht immer für eine Fehlsichtigkeit verantwortlich. Sie kann jedoch die Lichtbrechung im Auge beeinflussen und damit eine klare Sicht ohne Hilfsmittel ermöglichen.
Die Laserbehandlung schafft bei verschiedenen Arten der Fehlsichtigkeit Abhilfe:
● Kurzsichtigkeit: Zwei Ursachen können die unscharfe Sicht in die Ferne verschulden. Einerseits ein zu langer Augapfel. Andererseits eine zu hohe Brechkraft der Linse. Das Ergebnis ist das gleiche: Lichtstrahlen werden bereits vor der Netzhaut gebündelt. Dadurch wirken Dinge in der Entfernung verschwommen.
● Weitsichtigkeit: Weitsichtigen Menschen fällt es schwer, Objekte in der Nähe scharf zu sehen. Verantwortlich dafür können ein zu kurzer Augapfel oder eine zu geringe Brechkraft der Linse sein. Die Lichtstrahlen bündeln sich dadurch nicht auf der Netzhaut, sondern dahinter.
● Stabsichtigkeit: Bei der Hornhautverkrümmung liegt ein Brechungsfehler des Auges vor. Die Hornhaut ist an einer oder mehreren Stellen ungleichmäßig geformt. Dadurch kann die Sicht auf Objekte in der Nähe oder in der Ferne verzerrt sein.
Ebenso gibt es Laserverfahren, die gegen altersbedingte Sehprobleme helfen. Die sogenannte Alterssichtigkeit macht sich erstmals im Alter von etwa 40 Jahren bemerkbar. Betroffenen fällt es zunehmend schwerer, Buchstaben auf dem Preisschild im Supermarkt oder auf der Glückwunschkarte zum Geburtstag zu erkennen.
Die Presbyopie ist jedoch keine Krankheit, sondern eine natürliche Alterserscheinung. Das Gewebe der Augenlinse wird dicker und versteift dadurch. Folglich schwindet die Fähigkeit zur Akkommodation. Das Auge kann sich nicht mehr so flexibel auf verschiedene Entfernungen einstellen.
Zwar liegt bei der Alterssichtigkeit keine Fehlsichtigkeit im engeren Sinne vor. Dennoch können sich Betroffene über das Augenlasern in Düsseldorf informieren.
Welche Behandlungen unterscheiden sich beim Augenlasern?
Eine Augenlaserbehandlung funktioniert grundlegend nach dem gleichen Prinzip. Mittels eines präzisen Lasers wird die Hornhaut während eines minimal-invasiven Eingriffs in ihrer Form verändert. Dadurch soll sich die Brechkraft der Linse optimieren.
Welches Laserverfahren zum Einsatz kommt, hängt allerdings von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören etwa das Alter der Patienten sowie Art und Ausprägung deren Fehlsichtigkeit. Zu den verbreiteten Methoden zählen:
SMILEPro
Die „Small Incision Lenticule Extraction“ kann Sehfehler innerhalb weniger Sekunden korrigieren. Dafür wird bei dem minimal-invasiven Eingriff ein Linsensegment am Rand der Hornhaut entfernt. Der dafür genutzte Schnitt misst rund zwei Millimeter.
Durch die Entfernung eines kleinen Teils der Linse lässt sich die Hornhaut dauerhaft in ihrer Form korrigieren. Ihre Stabilität bleibt dabei vollständig erhalten.
Durch die hochpräzise Behandlung mit einem VISUMAX-800-Femtosekundenlaser verkürzt sich nach dem Eingriff der Heilungsprozess. Zudem sinkt das Risiko eines postoperativen „Dry-Eye-Syndroms“.
Geeignet ist die Methode für eine Sehstärke bis minus zehn Dioptrien. Ebenfalls kann sie eine Hornhautverkrümmung bis fünf Dioptrien behandeln.
Femto-LASIK
Bei diesem Eingriff kommt ein Femtosekundenlaser zum Einsatz, um sicher und exakt einen Hornhautflap zu erstellen. Anschließend kann die Hornhaut der Patienten abhängig von Stärke und Krümmung individuell angepasst werden.
Durch den gewebeschonenden Flap ist die Laserbehandlung nahezu schmerzfrei. Die Erholungsdauer beträgt rund 24 Stunden.
Geeignet ist die Femto-LASIK-Methode für die Sehkorrektur bei Kurzsichtigkeit bis zu einem Wert von minus zehn Dioptrien. Ebenfalls eignet sich die Behandlung, um Weitsichtigkeit bis zu einem Wert von drei Dioptrien zu behandeln. Daher kommt sie infrage, um starke Fehlsichtigkeiten zu korrigieren.
Zudem können sich Patienten mit einer Hornhautkrümmung für das Verfahren entscheiden, sofern ihr Wert fünf Dioptrien nicht überschreitet.
Trans-PRK
Klassische Laserbehandlungen kommen bei einer dünnen Hornhaut meist nicht infrage. Die Alternative besteht in einer oberflächenbasierten Behandlung ohne Schnitte.
Die PRK-Methode funktioniert mit einer No-Touch-Technologie. Sie verzichtet darauf, einen Hornhautflap zu erstellen. Stattdessen korrigiert der Excimer-Laser die Fehlsichtigkeit direkt auf der Oberfläche der Hornhaut. Dadurch entsteht ein besonders geringes Komplikationsrisiko.
Das Verfahren kommt bis zu einer Sehstärke von minus acht Dioptrien infrage. Die Behandlung einer Hornhautverkrümmung ist bis zu einem Wert von sechs Dioptrien möglich.
Im Vergleich zu anderen Lasermethoden kann die Erholungsdauer beim Trans-PRK etwas länger ausfallen. Sie beträgt im Schnitt eine bis zwei Wochen.
PRESBYOND® Laser Blended Vision Technologie
Die Sehkorrekturmethode kommt insbesondere bei starker Fehlsichtigkeit sowie der Alterssichtigkeit infrage. Sie ermöglicht eine individuelle Behandlung jedes Auges. Dabei funktioniert sie ähnlich wie die LASIK-Methode, die die Hornhaut schonend umformt.
Allerdings korrigiert die PRESBYOND-Methode das dominante Auge für die Fernsicht. Das weniger starke Auge wird für die Nahsicht optimiert. Dadurch entsteht ein Überlappungsbereich, der auch eine klare Sicht im Zwischenbereich ermöglicht.
Das innovative Verfahren geht mit einer schnellen Heilungsdauer einher. Innerhalb von 24 Stunden erholen sich die Patienten in der Regel wieder von dem schmerzarmen Eingriff.
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