Enzympräparate im Vergleich – Welche Alternativen zu Wobenzym immun gibt es?

Wenn ein Produkt wie Wobenzym® immun zeitweise nicht durchgängig lieferbar ist, suchen viele nach gleichwertigen Alternativen.

Doch worauf kommt es bei Enzympräparaten wirklich an – und welche Optionen gibt es? Für Anwender wird es zunehmend schwieriger, die verschiedenen Präparate richtig einzuordnen und deren Qualität zu bewerten. Denn die verfügbaren Produkte unterscheiden sich teils deutlich hinsichtlich Zusammensetzung, Enzymaktivität und Verträglichkeit.

Was machen Enzyme im Körper?

Proteolytische Enzyme – wie Bromelain, Papain oder Pankreatin – können dabei helfen, Stoffwechselprodukte abzubauen, die sich infolge von Belastungen oder entzündlichen Prozessen im Gewebe ansammeln. Daraus ergeben sich potenzielle Effekte wie die Reduktion von Schwellungen, eine beschleunigte Regeneration sowie die allgemeine Unterstützung des Bewegungsapparats.

Woran erkennt man ein qualitativ hochwertiges Enzympräparat?

Beim Vergleich von Enzympräparaten lohnt es sich, auf vier zentrale Kriterien zu achten:

1)      Art & Zusammensetzung der Enzyme:
Ein qualitativ hochwertiges Enzympräparat lässt klar erkennen, welche Enzyme enthalten sind – etwa Bromelain, Papain oder Pankreatin mit Trypsin und Chymotrypsin – und in welcher Dosierung sie vorliegen. Praxis-Tipp: „Fruchtpulver“ (z. B. Ananas-/Papayapulver) ist nicht automatisch gleichzusetzen mit einem standardisierten Enzymextrakt – entscheidend ist die messbare Aktivität.

2)       Aktivität in FIP
Nicht die Menge eines Enzyms ist ausschlaggebend, sondern dessen tatsächliche Aktivität. Diese wird bei proteolytischen Enzymen üblicherweise in FIP-Einheiten (Fédération Internationale Pharmaceutique) angegeben. Je klarer und transparenter diese Angabe erfolgt, desto besser lässt sich die Qualität eines Präparates beurteilen und vergleichen.

3)       Magensaftresistente Formulierung
Enzyme sind empfindliche Eiweißstrukturen. Ohne geeigneten Schutz können sie im Magen teilweise inaktiviert werden. Magensaftresistente Tabletten sorgen dafür, dass die Enzyme unbeschadet im Dünndarm ankommen und nicht von der Magensäure zerstört werden.

4)       Verzicht auf Zusatzstoffe
Zusatzstoffe, Allergene und die Gesamtzusammensetzung beeinflussen maßgeblich, wie gut ein Präparat vom Körper aufgenommen wird und wie verträglich es ist. Gerade für empfindliche Personen ist es daher wichtig, dass möglichst auf Laktose, Gluten und Farbstoffe verzichtet wird.

Welche Alternativen zu Wobenzym immun gibt es?

Da Wobenzym® immun aktuell nicht durchgehend verfügbar ist, rücken verschiedene Alternativen in den Fokus. Das Angebot ist groß – jedoch unterscheiden sich die Präparate teils deutlich in ihrer Zusammensetzung, der tatsächlichen Enzymaktivität sowie in den verwendeten Zusatzstoffen sowie der Handhabung im Alltag:

Überblick über ausgewählte Enzympräparate:

KaRazym®
Kombiniert die Enzyme Bromelain, Papain und Pankreatin (enthält Trypsin/Chymotrypsin) mit dem Bioflavonoid Rutin. Die Enzymaktivität ist klar deklariert (1.800 FIP/Tablette), das Produkt ist magensaftresistent sowie frei von Laktose, Gluten, Zucker und Farbstoffen. Übliche Einnahme: 2× 2-3 Tabletten täglich außerhalb der Mahlzeiten.

ProEnzym®
ProEnzym enthält Bromelain, Papain, Pankreatin, Rutin sowie Zink und Vitamin D3. Die Tabletten sind magensaftresistent sowie gluten- und hefefrei, enthalten jedoch Laktose als Trägerstoff. Einnahmeempfehlung: 3 × 2 Tabletten täglich, vor den Mahlzeiten.

Optizym® vegan
Ein rein pflanzlicher Enzymkomplex mit Papain und Bromelain, ergänzt um weitere Verdauungsenzyme wie Amylase, Protease, Lactase und Cellulase sowie Mineralstoffe und Spurenelemente. Konkrete FIP-Angaben zur Enzymaktivität sind nicht veröffentlicht. Laut Hersteller ohne künstliche Zusatzstoffe.

Innovazym® pur
Kombination aus Bromelain, Papain, Lysozym, Vitamin C und Zink. Magensaftresistent formuliert. Der Hersteller verweist auf eine hohe Enzymaktivität, konkrete FIP-Werte sind jedoch nicht transparent angegeben. Übliche Einnahme: bis zu 7 Tabletten täglich.

Einzelenzyme
Daneben sind auch Monopräparate erhältlich, die nur ein einzelnes Enzym enthalten, z. B. reines Bromelain oder Papain. Diese können gezielt eingesetzt werden, bieten jedoch keine kombinierte Enzymkraft.

Worauf sollten Verbraucher achten?

●      Deklaration der Enzymaktivität: Produkte unterscheiden sich teils erheblich in der Enzymaktivität, z.B. angegeben in FIP-Einheiten.

●      Individuelle Verträglichkeit: Allergien, Unverträglichkeiten (Laktose oder Gluten) oder persönliche Präferenzen (z. B. vegetarisch) spielen eine Rolle.

●      Einnahmeempfehlung: Enzympräparate sollten in der Regel nüchtern eingenommen werden, da ihre Wirkung nicht auf die Verdauung, sondern auf systemische Prozesse abzielt.

●      Magensaftresistente Beschichtung: Nur magensaftresistente Tabletten gewährleisten, dass die Enzyme den Dünndarm in aktiver Form erreichen.

Fazit

Enzympräparate unterscheiden sich deutlich in Qualität, Enzymaktivität und Verträglichkeit. Wer eine Alternative zu Wobenzym® immun sucht, sollte nicht allein auf bekannte Namen oder die bloße Enzymart achten, sondern vor allem auf transparente FIP-Angaben, eine magensaftresistente Formulierung und eine möglichst zusatzstoffarme Rezeptur.

Unter diesen Gesichtspunkten überzeugt KaRazym® im Vergleich besonders. Die ausgewogene Enzymkombination, die klare Deklaration der Enzymaktivität, die magensaftresistente Formulierung sowie der Verzicht auf Laktose, Gluten und Farbstoffe machen es zu einer hochwertigen und gut vergleichbaren Option, wenn Wobenzym® immun nicht verfügbar ist.

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